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wirtschaft
03/2013
macht Frauen fit fürs Führen. Seit knapp zwei Jahren bietet die
gebürtige Hamburgerin Coachings und Trainings speziell für Frauen an
). Die Anliegen, mit denen die Klientinnen zu
der promovierten Erziehungswissenschaftlerin kommen, reichen von
einem einfachen Wunsch nach Veränderung und Neuorientierung
über die Problematik der Vereinbarkeit einer Führungsposition mit
der Familie bis hin zum konkreten Bedarf einer Konfliktlösung. Das
Alter und die Position spielen dabei keine Rolle. „Ich berate alle
interessierten Frauen, von der 25-jährigen Berufseinsteigerin bis hin
zur gestandenen Geschäftsführerin Ende 50.“ In Einzelcoachings
wird gemeinsam versucht, die Ursache eines Problems zu finden und
anschließend Blockaden zu lösen. Mithilfe der sogenannten „Intro-
vision“ beleuchtet Nicole Pereira Guedes die innere „Sollvorstellung“
der jeweiligen Klientin sowie Regeln und Normen, nach denen sie
handelt. „Vor allem bei einem Sprung in die Führungsebene kann ein
Coaching die Bewältigung neuer Herausforderungen positiv unter-
stützen“, sagt die 35-Jährige. Ihr heller Seminarraum liegt bewusst
ein wenig außerhalb des innerstädtischen Trubels und erlaubt den
Klientinnen, sich in entspannter Atmosphäre beraten zu lassen. Die
Zukunftsvision der verheirateten Jungunternehmerin ist es, Frauen
dabei zu helfen, den für sie richtigen Weg im Berufsleben zu finden
und durch eine Sensibilisierung der Unternehmen strukturell etwas
zu verändern.
Öko -Nomen
Nicole Pereira Guedes
Frauen im Blick: Nicole Pereira Guedes (re.) coacht und berät weibliche
Berufseinsteiger und Führungskräfte
geht Männern und Frauen an den Kragen. Als Gründer und Geschäftsführer der Tailorjack
GmbH
versorgt der überzeugte Hanseat seine Kunden mit maß­
geschneiderten Hemden und Anzügen zum fairen Preis. Aus knapp 350 verschiedenen
Stoffen entstehen individuelle Hemdkreationen. Auch Details – zum Beispiel
Knopflochfarbe, Kragenart und optionales Monogramm mit den Initialen des
Trägers – sind kaum Grenzen gesetzt. „Der Suchtfaktor von Tailorjack ist
relativ hoch“, sagt der 38-jährige Unternehmer. „Inzwischen habe ich
selbst mehr als 70 unterschiedliche Maßhemden im Schrank.“ Das
Geschäftsmodell des gelernten Bankkaufmanns definiert sich über eine
Mischung aus persönlichem Kundenkontakt und der Möglichkeit
zur Onlinebestellung. Bei sogenannten „Vermessungsevents“ kommen
Tailorjack-Mitarbeiter in Unternehmen und stellen einen Erstkontakt
her. Das Tailorjack-Team bringt Stoffe mit, die angefasst werden kön-
nen, und nimmt Maß. Ein Onlineprofil ermöglicht die Neukreation und
die Nachbestellung. Die Produktion erfolgt in Asien. Inzwischen nimmt
Tailorjack nicht nur deutschlandweit bis zu 2 000 Aufträge monatlich
entgegen, sondern beispielsweise auch aus England, der Schweiz und
Belgien. Für die Zukunft plant Krajewski, der Vater einer 18 Monate
alten Tochter ist, sein zweites „Baby“ Tailorjack weiter wachsen zu
lassen und ab 2014 auch soziale Verantwortung für den Nachwuchs
zu übernehmen und am Standort Hamburg auszubilden.
Heiko Krajewski