Seite 46 - Hamburger Wirtschaft Juni 2013

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hamburger
wirtschaft
06/2013
W
er hätte geahnt, dass sich Konsum­
gewohnheiten so drastisch ändern?
Noch vor 20 Jahren kauften Bücherwürmer
den neuesten Bestseller im Laden an der Ecke
und Frauen mit Schuhtick ihr x-tes Paar Stie­
fel im Geschäft gegenüber. Dank Amazon und
Zalando klicken sich heute Millionen von Kon­
sumenten durch das gigantische Angebot im
Internet. Auch die Brillenbranche bekommt
diese Entwicklung zu spüren. Onlineanbieter
wie „Mr. Spex“, „Brille24“ oder „Trendoptiker“
drängen auf den Markt und verkaufen Brillen
im Netz statt im Fachgeschäft – und das mit
Erfolg. Günstige Preise und hohe Vergleich­
barkeit locken die Kunden an.
Den Bedarf erkannte auch Dennis Martens,
Geschäftsführer von „Edeloptics“, und entwi­
ckelte ein innovatives Shopsystem: Mit dem
Konzept der „virtuellen Warenauslage“ unter­
nimmt der Hamburger Unternehmer den Ver­
such, eine Brücke zwischen reinem Online­
geschäft und stationärem Handel zu schlagen.
„In unserer Filiale“, sagt der 36-Jährige, „be­
kommen die Kunden das Beste aus beiden
Welten: Auswahl und günstige Preise des In­
ternets in Kombination mit der Beratung ­eines
Ladengeschäftes.“ Der Kunde trifft
an einem der iPad-Terminals
­anhand unterschiedlicher
Kriterien wie Form,
Brillenhandel
Auf
Augenhöhe
Muss Qualität wirklich teuer sein?
Der Onlinehandel stellt Optiker
zunehmend vor neue Heraus­
forderungen.
Die Zukunft im Blick: Dennis Martens,
Geschäftsführer von „Edeloptics“,
setzt mit seinem Flagshipstore auf
die Kombination von Online-
und Einzelhandel
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