Handelskammer Hamburg 2009

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Öko-Nomen

Insa Klasing

kann sich ein fruchtloses Dasein kaum vorstellen. Als Country Managerin ist die gebürtige Wilhelmshavenerin beim Hamburger Smoothie-Hersteller Innocent für den deutschen Markt verantwortlich. Hinter dem Begriff „Smoothie“ verbergen sich sogenannte Ganzfruchtgetränke. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fruchtsäften werden dafür ganze Früchte (natürlich ohne Schale und Kerne) verarbeitet. Ein Smoothie von Innocent enthält, wie Klasing betont, keinerlei Konzentrate, Konservierungsstoffe, Zuckerzusätze oder andere Zusatzstoffe. Innocent achte bei der Beschaffung der Früchte auf ethische Vertretbarkeit und verwende umweltschonende Verpackungen. Außerdem spendet Innocent zehn Prozent des Unternehmensgewinns an die Innocent Foundation, die Menschen in den Ländern unterstützt, aus denen das Obst bezogen wird. Während sich der deutsche Smoothiemarkt aktuell stabil entwickelt, wächst Innocent gegen diesen Trend. Damit setzt sich eine Erfolgsgeschichte fort, die seit 2007 auch in Deutschland auf fruchtbaren Boden fällt. Insa Klasing, die lange in Großbritannien gelebt und gearbeitet hat, ist vom Erfolg ihres Produktes überzeugt: „Smoothies sind nicht nur lecker, sondern sie sind auch gesund, denn sie decken unkompliziert einen Teil des täglichen Obstbedarfs. Und ich trinke sie selber wahnsinnig gern, bestimmt drei jeden Tag.“

Ines Meyrose

geht ihren Kunden an die Wäsche – damit das Outfit stimmt. Die Imageberaterin gibt Nachhilfeunterricht in Stilfragen. „Ich helfe meinen Kunden dabei, dass sie sich wohlfühlen und bei jeder Gelegenheit einen guten Eindruck vermitteln“, sagt die 37-jährige Hamburgerin. Ihre Firma „Image and Impression“ (www.imageandimpression.de) bietet alle Bausteine dafür an: Farb- und Typberatung, Tipps in Sachen Make-up und Körpersprache – eben alles, was zu einem perfekten Auftreten gehört. Vor allem kleine und mittelständische Firmen, die eng mit Kunden zusammenarbeiten, holen sich Hilfe bei der Beraterin. „Wie jeder Mensch hat auch jede Firma ein eigenes Gesicht. Ich helfe dabei, mit Vorträgen, Seminaren, Einzel- und Gruppenberatungen die Einzigartigkeit des Unternehmens herauszustellen und so den Erfolg der Kundenkontakte zu verbessern.“ 14 Jahre lang hat die gelernte Speditionskauffrau in der Schifffahrtsbranche gearbeitet, 2005 wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit und erfüllte sich mit „Image and Impression“ einen Traum. Ihr nächstes Ziel: Schifffahrtsunternehmen als Kunden zu werben.

Karen Michels und Joachim Buttler

bringen Hamburgs Kunst in die Büros. Die beiden Inhaber der „Agentur für Kunstverstand“ bieten Firmen und ihren Mitarbeitern in der Mittagspause sowie nach Dienstschluss unterhaltsame Kurzvorträge über Kunst und Kultur, Kurzführungen durch aktuelle Ausstellungen, Kurzweiliges über zeitgenössische Architektur und Kurzbesuche in Galerien. Nicht länger als 60 Minuten dauern die sogenannten „Kunstpausen“, die Karen Michels und Joachim Buttler seit knapp einem Jahr anbieten. Die Resonanz ist durchweg positiv, manche Firmen buchen die „Kunstpausen“ gleich im Abonnement. „Den größten Erfolg haben wir vor allem bei Unternehmen, die wenig Bezug zur Kunst haben“, sagt die promovierte Kunsthistorikerin Karen Michels. Dazu gehören Banken, Reedereien, Dienstleistungsbetriebe und Unternehmen aus der Hafenbranche. „Diese Kunden merken schnell, welche Kreativität die Beschäftigung mit Kunst auslöst“, so Michels. Ihre Agentur unterhält auch Niederlassungen in München und Berlin, eine weitere ist demnächst in Basel geplant. In Vorbereitung ist auch ein neues Produkt – das „Kulturgut“, ein Auszeit-Wochenende mit Wellness für den Geist.

hamburger wirtschaft, Ausgabe April 2009