Handelskammer Hamburg 2006

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Öko-Nomen

Martin Goebel

bringt flüssige Schätze sicher unter. Gemeinsam mit Birgit Mangold hat er das erste Weinlager in Hamburg eröffnet. In einem 300 Quadratmeter großen Keller können Weinkenner ihre Schätze in abschließbaren Abteilen lagern. Private Sammler, aber auch Restaurants finden hervorragende und gut gesicherte Lagermöglichkeiten vor, die rund um die Uhr zugänglich sind. „Wir haben lange gesucht, bis wir das ehemalige Lager eines Weinhändlers gefunden haben,“ berichtet der 49-Jährige. Wer 1000 Flaschen lagert, zahlt pro Jahr einen Euro pro Flasche. Es wird zwar ein exquisiter Kundenkreis angesprochen, aber auch Einsteiger mit nur 50 Flaschen sind willkommen. Sie bekommen auf Verkostungen auch gleich die richtigen Tipps und Quellen. Die Idee entstand aus der Sammelleidenschaft von Goebels Geschäftspartnerin Birgit Mangold: Sie kauft junge ambitionierte Weine, die im reifen Stadium unbezahlbar wären – inzwischen platzt ihr Keller aus allen Nähten.

Felicitas Leske-Bahr

verarbeitet alles, was unter die Nähmaschine passt. Zusammen mit ihrem Mann Fabian Leske fertigt sie Taschen, Kleider, Kissen und Accessoires, die sie in ihrem Laden „Nadelheim“ verkauft. „Als Materialien setze ich alles ein, was mir in die Hände fällt: Leder, LKW-Planen, Filz oder sogar Teppich“, sagt die 31-Jährige. Besonders gern nutzen ihre Kunden die Möglichkeit, sich Artikel individuell besticken zu lassen. Die Motive reichen von einfachen Schriftzügen bis zum digitalisierten Lieblingsfoto. Vor knapp drei Jahren produzierte das Ehepaar seine Kreationen noch in der Heimwerkstatt in Altona. Ein Zufall öffnete ihnen die Tür zu ihrem eigenen Geschäft im Levantehaus: „Ein Manager der Einkaufspassage sah zufällig eine unserer Filztaschen bei einer Freundin von mir und bot uns eine gerade leer stehende Ladenfläche an“, erzählt die gelernte Schneiderin. Wenn der Erfolg anhält, würde sie mit ihrem Mann gerne Filialen in Berlin und München eröffnen. Die Ideen seien ihr jedenfalls noch nicht ausgegangen.

Suzanne Schäfer

vermittelt schöne Frauen für Fotoshootings. Die gebürtige Kanadierin hat vor kurzem ihre eigene Agentur „Sanny Schaefer Models“ eröffnet – speziell für Frauen zwischen 25 und 50. Viel Erfahrung bringt die 45-Jährige mit: Sie arbeitete lange Jahre als international tätige Model-Bookerin mit Stars wie Claudia Schiffer, Naomi Campbell oder Heidi Klum. „Der Trend geht zu richtigen Frauen, die haben viele Agenturen nicht im Programm“, sagt Schäfer. „Frauenzeitungen, Katalogversender und Filmproduktionen wollen aber nicht nur eine ganz junge Klientel ansprechen.“ Wichtig ist der Agentur-Chefin Exklusivität. Zur Zeit vertritt sie 15 erfahrene Frauen aus der Branche, mehr als 35 sollen es nicht werden. Denn sie möchte sowohl die Models als auch ihre Auftraggeber umfassend betreuen. „Die Kunden wollen nicht Berge von Frauenfotos durchsuchen“, erklärt Schäfer. „Ich präsentiere ihnen zwei, die ich gezielt ausgewählt habe. Eine davon passt mit Sicherheit. Das spart Zeit und Nerven.“

Malte Wölk

hat einen Weltrekord nach Hamburg geholt: Im Mundsburg Center präsentierte er am 17. Mai den größten Teebeutel der Welt und sicherte sich so einen Eintrag ins Guinness-Buch. Mit einer Breite von 2,63 Meter, einer Höhe von 3,40 Meter sowie einem Gewicht von 10,3 Kilogramm übertrumpfte Wölk deutlich den bisherigen Rekordhalter, die Firma Lipton. „Ohne Unterstützung hätte ich das nicht geschafft“, sagt der Geschäftsführer der Teehandels-Firma Maltex Mate Tee. Zwei Schneidermeisterinnen der Hamburger Innung des Bekleidungshandwerks nähten den Riesenbeutel für ihn aus hauchdünnem Teefiltermaterial zusammen, das die Firma Riensch & Held gespendet hatte. Für Spannung sorgte am großen Tag das Wiegen des gewaltigen Aufgussbeutels – würde das Gewebe reißen oder der außergewöhnlichen Belastung standhalten? Aber Wölk meisterte auch diesen Drahtseilakt und machte sich mit dem Rekord pünktlich zum einjährigen Firmenjubiläum ein passendes Geschenk.

hamburger wirtschaft, Ausgabe Juli 2006