Handelskammer Hamburg 2006

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Treffpunkt

HIGHLIGHT

Nicht mit der Brechstange
Präses Dreyer hat beim 341. Geburtstag unserer Handelskammer vor einem Nordstaat gewarnt, der mit der Brechstange erzwungen werde. Dafür seien die verfassungsrechtlichen Regelungen zu kompliziert und die Befindlichkeiten der Bürger noch zu wenig kalkulierbar, sagte er vor über 400 Gästen im Albert-Schäfer-Saal. Dreyer unterstützte „die vorgegebene Marschroute, die Zusammenarbeit so eng zu gestalten, als ob es keine Ländergrenzen gäbe“. Die Fusion fiele dann „eines Tages wie eine reife Frucht nahezu von selbst vom Baum“, so der Präses weiter. Festredner Peter Harry Carstensen, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, würdigte die norddeutsche Wirtschaft als „Motor“ für wirtschaftliches Wachstum und Innovationen in der Metropolregion. Dies nutze nicht nur Hamburg sondern auch Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Veranstaltet

Suchmaschinen
Für Unternehmen wird es immer wichtiger, in Internet-Suchmaschinen präsent zu sein. Über 250 Teilnehmer besuchten eine Veranstaltung unserer Handelskammer und der Brancheninitiative Hamburg@work zum Thema „Suchmaschinen-Marketing als Teil des Online-Marketing“. Experten wie Harald R. Fortmann, Vize-Präsident des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V., sowie Mitarbeiter der Suchmaschinen-Anbieter „Google“ und „Wer liefert was?“ informierten über die unterschiedlichen Möglichkeiten, wie Unternehmen das Ranking Ihres Angebots in Suchmaschinen verbessern können. Außerdem wurden die Teilnehmer über Rechtsfragen aufgeklärt.

Life Sciences
Über die Chancen für Hamburgs Wirtschaft und Wissenschaft im japanischen Life Science Sektor berichtete Dr. Kathrin Adlkofer, Geschäftsführerin der Norgenta Norddeutsche Life Science Agentur GmbH, auf einer Vortragsveranstaltung. Diese wurde von unserer Handelskammer, dem Ostasiatischen Verein und der Deutsch-Japanischen Gesellschaft gemeinsam durchgeführt. Als Erfolg wertete Adlkofer die Japanreise unter der Leitung von Bürgermeister Ole von Beust im vergangenen Oktober, die den Durchbruch bei der offiziellen Zulassung von steco-System-Technik als Medizinprodukthersteller in Japan auslöste. Zudem hätten auch Firmen wie z.B. evotec bereits 2001 erste Geschäftskontakte zu Japan aufgenommen. Heute bestünden Kooperationen mit 22 japanischen Unternehmen. Diese Beispiele zeigten, dass der japanische Life Science Sektor für Hamburg große Chancen bereit biete.

Umweltmanagementsystem
Betrieblicher Umweltschutz auf freiwilliger Basis, der weit über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht – das funktioniert! Richtschnur ist dafür jetzt seit zehn Jahren das Umweltmanagement- und -Betriebsprüfungssystem der EU (EMAS). Ein Zeichen für den Erfolg dieses Werkzeugs setzten im Dezember über 300 Unternehmen, die sich an der IHK-Aktion „Flagge zeigen mit EMAS“ beteiligten. Beflaggte Betriebsstätten, gemeinsame Presseaktionen und eine zentrale Fachveranstaltung wiesen bundesweit auf den Erfolg des Umweltmanagement-Systems hin. EMAS-Mitglieder verpflichten sich zur kontinuierlichen Verbesserung ihrer Umweltleistung – was sich durch einen gesenkten Ressourcen- und Energieverbrauch oft auch in handfesten Einsparungen bemerkbar macht. Sie pflegen eine offene Kommunikation mit ihren Mitarbeitern und informieren in ihrer Umwelterklärung über ihre Erfolge und weitere geplante Maßnahmen zur Verbesserung ihres Umweltschutzes. Und: Sie lassen sich von anerkannten Umweltgutachtern mindestens alle drei Jahre auf Herz und Nieren prüfen. EMAS gilt als das anspruchsvollste und renommierteste Umweltmanagement-System für die Wirtschaft. Aktuell tragen in der Bundesrepublik mehr als 1500 Unternehmen mit rund 2000 Betriebsstandorten das EMAS-Logo. Damit ist die Bundesrepublik der führende EMAS-Standort in Europa. Weitere Informationen zu EMAS unter www.hk24.de, Dokumenten.-Nr. 406.

hamburger wirtschaft, Ausgabe Februar 2006