Handelskammer Hamburg 2005

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Öko-Nomen

Ralf Johansson

Diplom-Wirtschaftsingenieur, fand seine Geschäftsidee auf der anderen Seite der Erde: Er arbeitete in Sydney, als ihm Taxen auffielen, die mit Werbedisplays auf dem Dach durch die Stadt fuhren. Im Jahr 2000 gründete er mit zwei Partnern TAXI-AD, ein Jahr später trug in Stuttgart die erste Taxenflotte seine Dachwerbeträger. „Wir bieten unseren Kunden immer ein Werbenetz an, bestehend aus mehreren Taxen“, sagt der 38-Jährige. „Die Flächen vermieten wir wochenweise.“ Mit Erfolg: Heute sind in 20 Städten über 2000 Taxen mit Werbung auf dem Dach unterwegs, 20 000 können bei Bedarf auf dem Heck, an der Seite oder den Kopfstützen beklebt werden. Johansson und seine 19 Mitarbeiter betreuen Kunden wie Fluglinien, Markenartikelhersteller oder kleinere Betriebe aus der jeweiligen Region. In seiner Freizeit widmet sich der 38-Jährige seiner fünf Monate alten Tochter Maya oder geht zum Tennisspielen.

Jürgen Tandetzki

Konditor und Bäckermeister, hat sein Lieblingsplätzchen gefunden. In der Sorthmannstraße in Lokstedt. Dort befindet sich sein Geschäft „Der Keksbäcker“, spezialisiert ausschließlich auf feines Gebäck. Pro Woche backen Tandetzki, seine Frau und 19 Mitarbeiter etwa zwei Tonnen frische Kekse. Rund 50 Sorten der süßen Verführer hat der Konditor im Programm. Anfangs glaubten viele nicht daran, dass das Konzept funktionieren würde. „Einige haben mich für verrückt erklärt“, erinnert sich der 40-Jährige. Doch inzwischen genießen die Gäste des Steigenberger und des Interconti die Buttercrossies, Bärentatzen und Chili-Schoko-Herzen von Tandetzki ebenso wie die Mitarbeiter von Beiersdorf und der Dresdner Bank. Auch die Fachgeschäfte Arko und Hussel bestellen beim „Keksbäcker“. Dafür kürte ihn der Deutsche Gründer- und Unternehmertag zum Hamburger „GründerChampion 2005“.

Holger Kowalski

Kaufmann der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft, feiert gleich drei Jubiläen. 40 Jahre arbeitet Kowalski nun in der Wohnungswirtschaft, seit 25 Jahren ist er im Vorstand des Altonaer Spar- und Bauvereins und seit 20 Jahren Vorstandsvorsitzender der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft. Seit Jahren verfolgt er die Devise: „Mir sind die sozialen Belange von Menschen wichtig – ohne dabei die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens aus dem Blick zu verlieren.“ Er versteht sich als Vordenker und Impulsgeber, der die Interessen von Mitgliedern, Mitarbeitern und Unternehmen gleichberechtigt ernst nimmt. 6376 Wohnungen gehören zum Bestand des Altonaer Spar- und Bauvereins, an dem mehr als 12000 Mitglieder mit einer Einlage beteiligt sind. Kowalski schwört auf die Form der Genossenschaften: „Vielleicht müssen sie sich wandeln und ihre Strukturen an die Zeit anpassen – doch ich halte diese Mischform zwischen Miete und Eigentum für ideal.“

Claus-G. Budelmann

Bankkaufmann, versteht den Umgang mit Privat- und Firmenkunden – und das seit 40 Jahren. 1965 begann er nach dem Abitur seine Lehre bei der Berenberg Bank – heute ist er einer von vier persönlich haftenden Gesellschaftern von Deutschlands ältester Privatbank. Das Geldinstitut mit Sitz am Neuen Jungfernstieg, das heute 500 Mitarbeiter zählt, besteht seit dem Jahr 1590. „Es ist natürlich ein großes Glück, in einer derartigen Firma und dieser schönen Stadt so lange arbeiten zu können“, sagt Budelmann, der 1988 als Gesellschafter bei der Berenberg Bank einstieg. Er legt großen Wert auf ständige Kontaktpflege mit seinen Kunden, die aus dem In- und Ausland kommen. Ehrenamtlich aktiv ist der 60-Jährige in verschiedenen Gremien der deutschen Wirtschaft sowie in zahlreichen Stiftungen. Er ist Präsident des Anglo-German Clubs und Träger des Ordens „Member of the British Empire“. Seit März 2004 leitet er das Honorarkonsulat von Luxemburg.

hamburger wirtschaft, Ausgabe Juni 2005